Mit dem SMART-Ansatz setzen Sie Ihre Nachhaltigkeitsziele in KMUs nicht nur um – Sie schaffen damit gleichzeitig Wettbewerbsvorteile, Compliance-Sicherheit und messbare Kostenersparnisse.

Dec 3, 2025

Die Erwartungen wachsen täglich: Kunden, Geschäftspartner und Investoren fordern zunehmend transparente Informationen über die Nachhaltigkeitsaktivitäten Ihres Unternehmens – unabhängig von dessen Größe. Dabei stehen kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) häufig vor dem Problem, dass Nachhaltigkeit als zusätzliche Aufgabe wahrgenommen wird, die neben dem operativen Geschäftsbetrieb bewältigt werden muss. Die Realität zeigt: Etwa 60 Prozent der deutschen KMUs verfügen aktuell über keine formale Nachhaltigkeitsstrategie.
Wer heute aber strukturiert vorgeht und klare, messbare Nachhaltigkeitsziele definiert, schafft nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern sichert die langfristige Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.
Der SMART-Ansatz bietet hierzu ein bewährtes Framework, das auch KMUs dabei hilft, ambitionierte Nachhaltigkeitsziele realistisch zu formulieren und systematisch umzusetzen.

Nachhaltigkeit war lange ein Thema für Großkonzerne. Diese Zeiten sind vorbei. Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitenden erleben täglich, dass ihre Lieferketten stärker unter die Lupe genommen werden, dass Fachkräfte gezielt nach den Nachhaltigkeitsaktivitäten ihrer potenziellen Arbeitgeber fragen und dass Finanzierungspartner zunehmend ESG-Kriterien in ihre Kreditvergabe einbeziehen. Gleichzeitig entstehen durch eine durchdachte Nachhaltigkeitsstrategie echte wirtschaftliche Chancen: Ressourceneffizienzmassnahmen senken Betriebskosten, eine klare Nachhaltigkeitskommunikation stärkt die Marke und schafft Kundenloyalität, und frühes Handeln positioniert das Unternehmen als Vorreiter in der Branche.
Das Kernproblem vieler KMUs liegt jedoch nicht am fehlenden Willen, sondern an der Umsetzung.
Welche Ziele sind realistisch? Wie wird sichergestellt, dass Massnahmen tatsächlich messbar und überprüfbar sind? Wer trägt Verantwortung? Hier setzt der SMART-Ansatz an – ein bewährtes Instrument aus dem modernen Change- und Strategiemanagement, das Ziele strukturiert und praktizierbar macht.

Der Begriff SMART steht für fünf zentrale Dimensionen, die jedes Ziel erfüllen sollte: Specific (Spezifisch), Measurable (Messbar), Achievable (Erreichbar), Relevant (Relevant) und Time-bound (Zeitgebunden). Diese Kriterien wurden ursprünglich im Projektmanagement entwickelt, haben sich aber längst auch in der Nachhaltigkeitsberatung als universeller Standard etabliert. Der Grund ist einfach: SMART-Ziele schaffen Klarheit, Verbindlichkeit und Überprüfbarkeit – genau das, was KMUs brauchen, um Nachhaltigkeit operativ in den Unternehmensalltag zu integrieren.
Ein spezifisches Ziel antwortet auf konkrete Fragen: Was genau soll verändert werden? In welchem Bereich des Unternehmens? Welche Prozesse sind betroffen? Statt vager Formulierungen wie „Wir möchten nachhaltiger werden" sind konkrete Zieldefinitionen erforderlich: „Wir reduzieren unsere CO2-Emissionen in der Produktion um 20 Prozent" oder „Wir nutzen ab Januar 2026 ausschliesslich Strom aus erneuerbaren Energiequellen an unserem Produktionsstandort in Baden-Württemberg."
Diese Spezifität bietet mehrere Vorteile gleichzeitig. Erstens schafft sie innerbetriebliche Klarheit: Jede Person im Unternehmen weiss, woran gearbeitet wird und warum. Zweitens ermöglicht sie eine saubere Kommunikation nach aussen – gegenüber Kunden, Geschäftspartnern und potenziellen Investoren. Drittens unterstützt Spezifität die Verantwortlichkeit: Abteilungen und Einzelne können gezielt in die Umsetzung eingebunden werden. Für KMUs mit begrenzten Personalressourcen ist dieser Fokus essentiell – man kann sich nicht auf zehn verschiedene Nachhaltigkeitsziele gleich intensiv konzentrieren. Besser: zwei bis drei konkrete Ziele, die das Unternehmen tatsächlich voranbringen.
Ein messbares Ziel beantwortet die Frage: Woran erkenne ich, dass das Ziel erreicht wurde? Ohne Messbarkeit ist ein Ziel letztlich nicht mehr als gute Absicht. Für Nachhaltigkeitsziele in KMUs bedeutet dies, von Anfang an klare Key Performance Indicators (KPIs) zu definieren. Diese können quantitativ sein (z.B. Reduktion des Wasserverbrauchs um 15 Prozent bis 2026) oder qualitativ messbar (z.B. „100 Prozent unserer Top-20-Lieferanten haben einen Verhaltenskodex unterzeichnet").
Das Schöne an messbaren Zielen: Sie zwingen das Unternehmen, sich mit der Datenlage auseinanderzusetzen.
Viele KMUs stellen dabei fest, dass sie zunächst eine Bestandsaufnahme – einen Baseline – etablieren müssen. Dieser Prozess ist wertvoll: Die Datenerfassung selbst führt bereits zu mehr Prozessbewusstsein und oft auch zu schnellen Einsparpotenzialen. Firmen, die beispielsweise erstmals systematisch ihren Energieverbrauch erfassen, erkennen häufig sofort, wo Optimierungen möglich sind – ohne dass grosse Investitionen nötig sind.
Ein erreichbares Ziel ist realistisch – angesichts der verfügbaren Ressourcen, der technologischen Machbarkeit und des Marktkontextes. Dies ist eine häufige Herausforderung für Mittelständler: Einerseits sollen Ziele ambitioniert sein und echten Wandel bewirken. Andererseits darf das Unternehmen nicht scheitern, weil die Ziele völlig unrealistisch waren. Der goldene Weg besteht darin, ehrgeizige Ziele zu setzen, die aber trotzdem durch gezieltes Handeln erreichbar sind.
Ein Beispiel: Ein Kunststoffhersteller mit 200 Mitarbeitenden könnte sich das Ziel setzen, die Kunststoffabfälle bis 2027 um 30 Prozent zu reduzieren. Das ist ambitioniert, aber machbar – wenn klare Massnahmen definiert sind (z.B. Prozessoptimierung, Lieferantenwechsel, interne Schulungen). Nicht erreichbar wäre hingegen, innerhalb von sechs Monaten auf 100 Prozent Kreislaufwirtschaft umzustellen – das überfordert die Ressourcen und wird zum Demotivator.
Ein relevantes Ziel trägt tatsächlich zu den übergeordneten Unternehmenszielen bei. Dies ist ein Punkt, an dem viele Nachhaltigkeitsinitiativen scheitern: Sie werden als „grüne Projekte" neben dem Kerngeschäft wahrgenommen und nicht als integral für den Geschäftserfolg. Hier liegt ein grosses Potenzial ungenutzter Synergien.
Für KMUs bedeutet Relevanz konkret: Welche Nachhaltigkeitsziele wirken sich direkt auf die Wettbewerbsfähigkeit, die Kundenbeziehung oder die Risikovermeidung aus?
Ein mittelständisches Logistik-Unternehmen, das die Effizienz seiner Fuhrparknutzung optimiert, spart unmittelbar Treibstoffkosten – das ist wirtschaftlich relevant. Ein Chemieunternehmen, das seine Lieferkette transparenter macht, reduziert Compliance-Risiken und erfüllt gleichzeitig steigende Erwartungen von Grossauftraggebern. Dies ist geschäftsrelevant. Genau diese Verbindung zwischen Nachhaltigkeit und Geschäftserfolg ist entscheidend für die Akzeptanz im Unternehmen und für die erfolgreiche Umsetzung.
Ein zeitgebundenes Ziel hat ein klares Datum. Statt „irgendwann reduzieren wir unsere CO2-Emissionen" heisst es konkret: „Bis Ende 2025 haben wir unsere CO2-Emissionen um 10 Prozent reduziert, bis 2028 um 30 Prozent." Zeitgebundene Ziele schaffen Verbindlichkeit – im Unternehmen und auch nach aussen, gegenüber Stakeholdern.
Ein wichtiger Punkt für KMUs: Zeitliche Meilensteine sollten realistisch gestaffelt sein. Ein drei- bis fünfjähriger Horizont hat sich für mittelfristige Nachhaltigkeitsziele bewährt. Dies gibt dem Unternehmen genug Zeit für Investitionen und Prozessoptimierungen, bleibt aber nah genug, um Druck und Momentum aufzubauen. Gleichzeitig sollten Zwischenmeilensteine definiert werden – etwa Quartal für Quartal oder Jahr für Jahr –, um regelmässig zu überprüfen, ob das Unternehmen im Plan ist.
Die Theorie ist schön, die Praxis ist oft schwieriger.
Deshalb hier ein konkretes Vorgehen, das für KMUs bewährt ist:
Schritt eins ist die Bestandsaufnahme. Vor dem Zielsetzen muss das Unternehmen den Status quo verstehen: Welche Ressourcen werden verbraucht? Wo entstehen Abfälle? Welche regulatorischen Anforderungen gelten? Diese Analyse bildet die Grundlage für realistische Ziele.
Schritt zwei ist das Zielsetzen nach SMART-Kriterien. Mit den Daten aus Schritt eins lassen sich konkrete, messbare und zeitgebundene Ziele formulieren. Es empfiehlt sich, zwei bis drei ambitionierte Primärziele pro Jahr zu setzen, nicht mehr. Dies schafft Fokus und verhindert Zersplitterung von Ressourcen.
Schritt drei ist die Massnahmenplanung. Für jedes SMART-Ziel müssen konkrete Massnahmen definiert werden: Welche Prozesse müssen verändert werden? Welche Investitionen sind nötig? Wer trägt Verantwortung? Welches Budget ist erforderlich? Diese Massnahmen werden dann in den Unternehmensalltag integriert – in Produktionsprozesse, in Einkaufsstandards, in Personalentwicklung.
Schritt vier ist die Implementierung mit regelmässigem Monitoring. KPIs werden quartalsweise überprüft, Fortschritte kommuniziert, Anpassungen vorgenommen. Ein einfaches Reporting-System – oft reicht ein Excel-Dashboard – hilft, den Überblick zu behalten.

KMUs haben oft unterschiedliche Ausgangssituationen und Ressourcenausstattungen. Ein häufiges Problem: Begrenzte personelle Kapazitäten. Viele KMUs haben keine Vollzeitstelle für Nachhaltigkeit – stattdessen wird dies neben anderen Aufgaben in der Geschäftsleitung oder Compliance wahrgenommen. Hier hilft der SMART-Ansatz massiv: Durch klare, fokussierte Ziele und konkrete Massnahmen ist der Aufwand reduzierbar und steuerbar. Externe Unterstützung – etwa durch spezialisierte ESG-Berater – kann gezielt in Schwerpunktbereichen eingesetzt werden.
Ein zweites Problem: Fehlende technische Expertise.
Nicht jede Geschäftsleitung versteht die Nuancen zwischen verschiedenen Nachhaltigkeitsstandards wie CSRD, VSME oder EUDR. Der SMART-Ansatz kombiniert mit professioneller Beratung schafft hier Klarheit. Ziele werden regulatorisch sauber formuliert, Massnahmen sind compliance-konform, und Dokumentation ist aussagekräftig.
Ein drittes Thema: Finanzielle Grenzen. KMUs können nicht unbegrenzt investieren. SMART-Ziele helfen hier auch: Sie ermöglichen eine Priorisierung. Massnahmen mit schnellem ROI werden zuerst umgesetzt („Quick Wins"), längerfristige Transformationen folgen später. Zudem sind viele Nachhaltigkeitsmassnahmen förderfähig – bis zu 80 Prozent der Beratungskosten können durch BAFA-Programme abgedeckt werden.
Für KMUs, die unter die VSME-Richtlinie fallen oder von Grossauftraggebern zur CSRD-Compliance verpflichtet sind, bietet der SMART-Ansatz zusätzliche Sicherheit. Denn diese Regelwerke verlangen genau das: spezifische, messbare, erreichbare, relevante und zeitgebundene Ziele. Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsziele nach SMART formulieren, erfüllen damit bereits zentrale Anforderungen der modernen Berichtspflichten. Sie haben klare Dokumentation, messbare KPIs und können nachvollziehbar erklären, wie sie ihre Ziele erreicht haben – genau das, was externe Prüfer überprüfen.

Der Weg zur Nachhaltigkeit in KMUs führt nicht über vage Absichten, sondern über konkrete, messbare und überprüfbare Ziele. Der SMART-Ansatz ist bewährt, leicht verständlich und direkt umsetzbar – auch für kleinere Unternehmen mit begrenzten Ressourcen. So können Sie mit spezialisiertenPartnern, wie die Experten von Rudingsdorfer Strategy & Consulting, praxisnah und niedrigschwellig Nachhaltigkeits-Ziele formulieren und im Unternehmen umsetzen. Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsziele nach SMART formulieren, schaffen eine solide Grundlage für echten Wandel. Sie gewinnen Klarheit, schaffen Verbindlichkeit, ermöglichen Überprüfbarkeit und bauen gleichzeitig das Fundament für regulatorische Compliance.
Für KMUs ist jetzt der richtige Zeitpunkt, strukturiert vorzugehen.
Die Erwartungen von Kunden, Partnern und Investoren werden täglich höher – wer heute klare Ziele setzt und systematisch handelt, ist morgen Wettbewerbsführer. Der SMART-Ansatz ist der praktische Kompass dafür.
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